Bundestag stellt Weichen für verbesserten Lärmschutz

Rotes Haltesignal für laute Güterwagen: Der Deutsche Bundestag hat mit breiter Mehrheit das Schienenlärmschutzgesetz beschlossen. Darauf hat der Bundestagsabgeordnete Thomas Dörflinger (CDU) hingewiesen. Das Gesetz verbietet mit Beginn des Netzfahrplans 2020/2021 am 13. Dezember 2020 grundsätzlich den Betrieb lauter Güterwagen mit Grauguss-Bremssohlen. Das Verbot wird über einen Schallemissionsgrenzwert erreicht, den nur leise Güterwagen einhalten können beziehungsweise laute Güterwagen nur dann, wenn sie mit reduzierter Geschwindigkeit fahren.

„Der Güterverkehr auf der Schiene wird ab 2020 deutlich leiser. Das entlastet auch die lärmgeplagten Anwohner der alten Trasse in Gundelfingen. Mit dem Schienenlärmschutzgesetz setzen wir ein weiteres Ziel des Koalitionsvertrags um, nämlich die Halbierung des Schienenlärms bis 2020“, so Thomas Dörflinger. Der Abgeordnete ist stellvertretendes Mitglied im Verkehrsausschuss des Bundestages.

Eine wesentliche Ursache für die Schallemission im Schienengüterverkehr ist die Ausrüstung vieler Güterwagen mit Grauguss-Bremssohlen. Diese rauen beim Bremsen die Radlaufflächen der Räder auf, wodurch im Betrieb mehr Schall entsteht als bei glatten Radlaufflächen. Die Bundesregierung fördert deshalb die Umrüstung vorhandener Güterwagen auf leisere Bremssohlen mit einem Gesamtbetrag von bis zu 152 Millionen Euro. Zusätzliche Anreize zur Umrüstung schafft ein lärmabhängiges Trassenpreissystem für den Großteil der in Deutschland betriebenen Schienenwege. „Wir haben den Schienenbonus abgeschafft und treiben die zügige Umrüstung des rollenden Materials weiter voran. Das alles zeigt, dass wir in Sachen Lärmschutz im Schienenverkehr weiterhin mit hoher Geschwindigkeit unterwegs sind“, so Dörflinger. 

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