Dörflinger dringt auf Machbarkeitsstudie zur Ortsumfahrung Grimmelshofen

In einem Schreiben an Regierungspräsidentin Bärbel Schäfer drängt der Bundestagsabgeordnete Thomas Dörflinger (CDU) auf die Erstellung einer Machbarkeitsstudie für die Ortsumfahrung Grimmelshofen im Zuge der B 314. Hintergrund des Vorstoßes sind Überlegungen zu einer neuen Trasse, die im Unterschied zu den bisherigen Überlegungen vermutlich kostengünstiger und flächensparender sein könnte.

Mit dem neuen Bundesverkehrswegeplan (BVWP) sei es gelungen, die Voraussetzungen für die Realisierung der Ortsumfahrung Grimmelshofen (Stadt Stühlingen) an einer entscheidenden Stelle zu verbessern, erklärte Dörflinger. Die Maßnahme sei erneut im „Vordringlichen Bedarf“ ausgewiesen, aber zusätzlich verfüge man nun über ein deutlich besseres Nutzen-Kosten-Verhältnis, weil das Projekt nicht nur als Ortsumfahrung, sondern als Engpassbehebung und Lückenschluss an der B 314 zwischen den Mittelzentren Waldshut-Tiengen und Donaueschingen bewertet wurde.

Die in der Region angestellten Überlegungen zu einer alternativen Trasse (wir berichteten) sehen vor, auf Höhe des jetzigen Bahnübergangs, wo Schiene, Straße, Feldweg und Wutach parallel verlaufen, die Trassen von Schiene, Feldweg und Straße zu tauschen. Dann soll die Bundesstraße an Stelle des Feldwegs etwa auf Höhe des Dammstrudels in einen Tunnel eintauchen und würde danach auf einer unterirdischen Trasse an der Flucht des Gemeindehauses entlang zum Ostausgang des Ortes führen. Der Tunnel unter Grimmelshofen würde so in seiner Länge keine 300 Meter lang. Nach Ansicht Dörflingers hat der neue Vorschlag zudem den Vorteil, dass die Entwicklungsmöglichkeiten des Ortes in Richtung Westen erhalten bleiben und keine Konfliktfelder mit bestehenden FFH-Flächen bestehen.

Thomas Dörflinger schlägt dem Regierungspräsidium nun die Erstellung einer Machbarkeitsstudie vor. Er bat Regierungspräsidentin Schäfer um Prüfung, ob diese Machbarkeitsstudie vom Regierungspräsidium selbst erstellt werden oder die Vergabe einer solchen Studie nach außen in Betracht kommen kann, was angesichts der jüngst bei einer Besprechung des Ortschaftsrates mit dem Landratsamt hierfür geschätzten Kosten von 50.000 bis 60.000 Euro darstellbar sein dürfte. Dörflinger: „Da die Voraussetzungen im Bundesverkehrswegeplan noch nie so gut waren wie jetzt, sollte keine Zeit unnötig verstreichen, um in dieser scheinbar unendlichen Geschichte einen deutlichen Schritt nach vorn gehen zu können.“

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