SÜDBAHN: "Was lange währt, fährt endlich gut" - 13.12.21

So denken Politiker über die Elektrifizierung der Südbahn

Foto: Felix Kästle/dpa

sz/gem
Biberach

Mit der Elektrifizierung der Südbahn wird zum Fahrplanwechsel am Sonntag ein jahrzehntelang diskutiertes Projekt endlich Realität. Die „Schwäbische Zeitung“ hat Politikerinnen und Politiker aus dem Landkreis nach ihrer Einschätzung gefragt, was die Elektrifizierung für die Region bedeutet und was sie sich von ihr erwarten.

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Thomas Dörflinger, Landtagsabgeordneter (CDU): „Die Elektrifizierung der Südbahn ist der Aufbruch in ein neues Bahn-Zeitalter in Oberschwaben. Die Züge fahren nun in der Regel elektrisch und damit klimafreundlicher. Der Regionalexpress verkehrt zwischen Ulm und Friedrichshafen im 30-Minuten-Takt. Von diesem Angebotsausbau mit rund 30 Prozent mehr Zugkilometern profitiert auch Biberach.

Doch die Elektrifizierung ist vor allem eine Zukunfts-Investition. Denn die Südbahn hat jetzt die infrastrukturellen Voraussetzungen, um künftig weitere Vorteile entlang der Strecke einfahren zu können: Ab Dezember 2022 soll die DB Regio auf der Neubaustrecke Ulm-Wendlingen verkehren. Das bedeutet für den RE nach Stuttgart um zehn bis 15 Minuten kürzere Fahrzeiten. Noch schneller wird es dann mit der Inbetriebnahme des neuen Stuttgarter Bahnhofs im Dezember 2025. Unser Landkreis Biberach rückt nun näher an Stuttgart heran. Mehr Angebote - auch später mit der Regio-S-Bahn Donau-Iller-, mehr Mobilität und mehr Attraktivität - das sind die Vorteile für unsere Region.“

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Josef Rief, Bundestagsabgeordneter (CDU): „Ich freue mich wirklich sehr, dass unsere jahrelangen Bemühungen für die Elektrifizierung der Südbahn jetzt endlich zur Fertigstellung geführt haben. Ich erinnere mich noch gut, wie wir Bundestagsabgeordneten der Region mit dem damaligen Bundesverkehrsminister Ramsauer nach einer schnellen Umsetzung unseres Vorhabens gesucht haben. Es war das sprichwörtliche Bohren dicker Bretter.

Jetzt haben wir endlich einen Bahnanschluss für die Region, der zu unserer wirtschaftlichen Stärke und unser Bevölkerungsentwicklung passt und einen sinnvollen Anschluss an Stuttgart 21 ermöglicht. Für den Wahlkreis Biberach bedeutet dies eine bessere Anbindung an die Region Stuttgart mit Flughafen und mit der ebenfalls elektrifizierten Allgäubahn über Memmingen in Richtung München. Am 12. Dezember soll es mit dem Winterfahrplan losgehen, auch mit neuem Regio-S-Bahn-Konzept, ein gutes Signal für die weitere Infrastrukturentwicklung unseres ländlichen Raums.“

Copyright Schwäbische Zeitung - Ausgabe Biberach vom 11.12.2021

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