Landkreis vergibt Backbone-Ausbau für 33 Millionen Euro - 15.11.19

Internetverbindungstrassen zwischen den Gemeinden sollen in drei Jahren fertiggestellt sein

Aßmannhardt - Der Kreistag hat den Ausbau des landkreisweiten Backbones, also den Aufbau von schnellen Internetverbindungstrassen zwischen den Gemeinden, an den wirtschaftlichsten Bieter, die Firma Leonhard Weiss aus Weinstadt, vergeben.

In den kommenden drei Jahren soll durch den mitplanenden Generalunternehmer das komplette Backbone im Landkreis fertiggestellt werden. Das Auftragsvolumen beträgt 33 Millionen Euro. Das Land Baden-Württemberg beteiligt sich mit einem Zuschuss, der im Staatshaushalt 2020 verankert werden soll. Damit aber der Landkreis mit dem Ausbau umgehend beginnen kann, hat das Innenministerium einem vorzeitigen Beginn zugestimmt.

Landrat Heiko Schmid zeigte sich über die Nachricht von Innen- und Digitalisierungsminister Thomas Strobl (CDU) zum vorzeitigen Maßnahmenbeginn erfreut und hob die Bedeutung des Zusammenhalts zwischen Landkreis und dem Land hervor: „Durch das gemeinsame Wirken der Landkreisverwaltung, des Innenministers, den Landtagsabgeordneten Thomas Dörflinger und Raimund Haser wurde erreicht, dass das Projekt in seiner geplanten Vorgehensweise fortgesetzt werden kann“, so Schmid. „Das war nicht ganz so einfach, wie es sich vielleicht auf den ersten Blick anhört. Ein gemeinsamer Kraftakt von uns allen.“

Mit der Umsetzung des landkreisweiten Backbones soll im direkten Nachgang zur Vergabe begonnen werden, wobei zuvorderst weitere Planungsleistungen vom Generalunternehmer zu erbringen sind. Beim Ausbau verfolgt der Landkreis seinen priorisierten Plan. Für den Verlauf des Baus sind als Etappenziele festgeschrieben: Pro Jahr sollen 40 Kilometer Neubaustrecke verwirklicht werden. Die ersten Trassenabschnitte von Schemmerhofen bis Bad Schussenried und Laupheim bis Erolzheim sollen im Jahr 2020 gebaut werden. Die nächsten Schritte auf dem Weg zu einer flächendeckenden Breitbandversorgung werden damit in Angriff genommen.

Neben der Realisierung des Kreis-Backbones können Städte und Gemeinden auf Grundlage eines Rahmenvertrags, der ebenfalls mitausgeschrieben wurde, den Ausbau ihrer Ortsnetze entlang der Backbonetrassen vorantreiben.

Copyright Schwäbische Zeitung - Ausgabe Laupheim vom 15.11.2019

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