Wilflingen feiert den Albverein - 8.5.18

Festtag mit Gottesdienst, Wanderungen, Feierstunde und Ehrung verdienter Mitglieder

Für langjährige ehrenamtliche Tätigkeiten im Schwäbischen Albverein wurden vier Mitglieder der Ortsgruppe Wilflingen mit der silbernen Ehrennadel ausgezeichnet (von links): Tanja Waidmann (Präsidium Schwäbischer Albverein), Irene Späth, Werner Späth (Vorsitzender Ortsgruppe), Josef Reck, Norbert König, Helmut Gihr, Ulrich Holtz (stellvertretender Gauvorsitzender Donau-Bussen-Gau).  Foto: Jana Mack

Von Jana Mack

Wilflingen - "125 Jahre sind wirklich ein Grund zum Feiern!" Dass Werner Späth, erster Vorsitzender der Ortsgruppe Wilflingen des Schwäbischen Albvereins, dies nicht nur verkünden, sondern die Gruppe es auch gekonnt umsetzen kann, bewies der Festtag zum Jubiläum eindrücklich. Neben einem Gottesdienst und mehreren Wanderungen stand eine Wanderkundgebung auf dem Programm, die als Rahmen für Ehrungen verdienter Mitglieder genutzt wurde.

Eingestimmt wurden die zahlreichen Besucher bei einem Gottesdienst in der Kirche St. Johannes Nepomuk in Wilflingen. Unterstützt von Kirchenchor und Katholischer Landjugend verband Pfarrer Klaus Sanke die Schöpfungsgeschichte mit dem Naturschutz und spannte den Bogen zum Albverein. Vom Schützenhaus aus starteten im Anschluss drei Wanderungen. Rund 130 Besucher ließen sich von den Wanderführern des Albvereins auf wahlweise vier, sechs oder zehn Kilometer lange Touren rund um Wilflingen führen.

Unter den Rednern bei der Wanderkundgebung bestand in vielen Punkten Konsens - angefangen darin, dass Wandern eine Wohltat für die Menschen ist bis dahin, dass die Arbeit des Albvereins großartig sei. Dass dies schon seit vielen Jahren so ist, zeigt auch die Festschrift, in der die Geschichte des Vereins, sowie die Hauptaufgaben aufgearbeitet werden.

Nach Späths Begrüßung begann Langenenslingens Bürgermeister Andreas Schneider am Rednerpult. Verbunden mit dem Dank für den ganzjährigen Einsatz bei Veranstaltungen in der Gemeinde ging er auch auf die Aktualität des Wanderns ein. In Vertretung für Landrat Heiko Schmid nahm Jürgen Kniep vom Landratsamt Biberach Bezug auf die "Herkulesaufgabe" der Wanderwegpflege. Auf der Agenda des Landkreises stehe auch der Versuch, Wanderschilder zu vereinheitlichen.

Der Bundestagsabgeordnete Josef Rief (CDU) nahm Bezug auf die Zeit der Gründung, die Wirkung des Wanderns, die Jugendarbeit und gute Altersdurchmischung im Verein, sowie die Leistungen für die Nachwelt. Vereine wie die Ortsgruppe Wilflingen machen für ihn die Region aus, betonte er.

Landtagsabgeordneter Thomas Dörflinger (CDU) blickte ebenfalls zurück: "Die Welt ist komplexer geworden." In dieser Phase sei es gut, sich auf seine Wurzeln besinnen zu können und sich beim Wandern eine Auszeit zu nehmen. Die Arbeit der Ortsgruppe sei schätzenswert und "von dem Wort 'schätzenswert' ist es gedanklich nicht weit zum Begriff 'schützenswert'".

Franz Freiherr Schenk von Stauffenberg lobte Späth als "Garant in jeder Beziehung" und stiftete zwei neue Wanderbänke. Im Auftrag des Schwäbischen Albvereins und Präsident Hans-Ulrich Rauchfuß überreichte Tanja Waidmann eine Urkunde. Wandern, Natur und Heimat sei heute "mehr denn je in der Gesellschaft verankert" und der Albverein erlebe heute eine "ganz besondere Renaissance".

Als stellvertretender Gauvorsitzender des Donau-Bussen-Gaus wies Ulrich Holtz darauf hin, "dass sich das Vereinsleben schwer tut", nicht zuletzt wegen zunehmender Verantwortung der Vorsitzenden. Wie seine Vorredner ging auch er mit den besten Wünschen auf die Zukunft ein. Bestes Wetter, eine gute Organisation und insgesamt rund 250 Besucher sorgten die ganze Jubiläumsfeier über für ausgelassene Stimmung. Späths Fazit: "Wir sind sehr zufrieden!"

Copyright Schwäbische Zeitung - Ausgabe Riedlingen 8.5.2018