Startschuss für "Sonnenpark am See" gefallen - 24.6.17

Offizieller Spatenstich für Vorhaben zwischen Sulmingen und Baltringen - 37 Ferienhäuser sollen entstehen

Die Verwirklichung des "Sonnenparks am See" hat begonnen. Beim symbolischen ersten Spatenstich packten an (von links): Peter Röhm, Robert Hochdorfer, Heiko Schmid, der Maselheimer Bürgermeister Elmar Braun, Thomas Dörflinger und Thomas Beißwenger.  Foto: Franz Liesch

Von Franz Liesch

Sulmingen/Baltringen - Im Beisein von rund 50 Gästen hat Peter Röhm von Röhm & Söhne gestern das Startzeichen für den "Sonnenpark am See" zwischen Baltringen und Sulmingen gegeben. Der Sonnenpark soll im Endausbau aus 37 Ferienhäusern bestehen.

Der See ist das Ergebnis des einstigen Kiesabbaus. Röhm knüpfte in seiner Ansprache an die Bezeichnung "Sonnenpark am See" an und bewertete den strahlenden Sonnenschein als gutes Omen für das Projekt. Dieses stelle in der Unternehmensgeschichte einen besonderen Schritt dar. Die Entwicklung begann, so Peter Röhm, im Jahr 1890. Da wurde im Raum Wendlingen (Landkreis Esslingen) von der Firma Röhm begonnen, Kies und Sand zu gewinnen. 1952 nahm in Baltringen der Kiesabbau der Firma Röhm seinen Anfang. Er sieht in der neuen Nutzung der ehemaligen Kiesgrube den Nachweis, dass die Kiesgewinnung nicht einfach nur Löcher in der Landschaft hinterlasse.

Landrat lobt Risikobereitschaft

Landrat Heiko Schmid sieht Parallelen zu dem von ihm angeschobenen Seepark in Pfullendorf. Er hätte sich damals als Bürgermeister von Pfullendorf leichter getan, wenn er einen so "risikofreudigen Unternehmer" zur Seite gehabt hätte. Das Projekt genau auf der Grenze zwischen Baltringen und Sulmingen habe ihn neugierig gemacht, und deshalb habe er gerne die Einladung zum ersten Spatenstich angenommen. Er freue sich über die ganzheitliche und nachhaltige Entwicklung. Schmid glaubt an den Erfolg der Ferienanlage. Immer öfter würde als Urlaubsziel das eigene Land gewählt.

Natur erobert Land zurück

"Wie Phönix aus der Asche", so sieht der Landtagsabgeordnete Thomas Dörflinger (CDU) das dreigliedrige Innovationskonzept der ehemaligen Kiesgrube. "Die Natur erobert das Land zurück", stellte er fest. Die neue Nutzung stelle unter Beweis: "Natur und Freizeit schließen sich nicht aus." An einem Baggersee lasse es sich gut leben. Der Mietinger Bürgermeister Robert Hochdorfer ging auf die Entwicklungsgeschichte des Bebauungsplans ein. Dieser habe für die Gemeinde eine Herausforderung bedeutet. "Wir haben es Ihnen dabei nicht immer leicht gemacht", bemerkte er. Beim Genehmigungsverfahren waren zwei Gemeinden tangiert: Mietingen und Maselheim. Hochdorfer sagte: "Das Geben und Nehmen im Genehmigungsverfahren war austariert." Der Diplom-Biologe Thomas Beißwenger, Hauptgeschäftsführer des Industrieverbandes Steine und Erden, glaubte, bei der Feier 30 Vogelarten vernommen zu haben. Insofern sei das Motto der Umsetzung der Kiesgruben-Neunutzung "Natürlich Oberschwaben" genau richtig gewählt. Er sieht beim Baggersee ein großes Entwicklungspotenzial.

Copyright Schwäbische Zeitung, Ausgabe Biberach/Laupheim - 24.06.2017