Bahn sichert Lösungen zu - 31.1.18

Auf der Südbahn sollen weitere Wagen und notfalls Busse zum Einsatz kommen

Die Züge zwischen Ulm und Biberach sollen morgens schon bald wieder mit mehreren Wagen fahren und somit die Engpässen auf der Strecke behoben werden, das hat die DB Regio bekannt gegeben.  Foto: Felix Kästle

Von Andreas Spengler

Schemmerberg/Region - Der Druck von Eltern und Politikern zeigt offenbar Wirkung: Die Deutsche Bahn will sich für eine Verbesserung auf der Südbahn zwischen Ulm und Biberach einsetzen und die Engpässe beseitigen. Das haben Vertreter der DB Regio in einem Gespräch mit dem Landtagsabgeordneten Thomas Dörflinger bekannt gegeben. Demnach sollen künftig auch weitere Waggons und notfalls Busse eingesetzt werden. Zuletzt waren immer wieder Schüler und Pendler an den Bahnhöfen in Schemmerberg und Warthausen stehen geblieben, weil der Zug aus Richtung Laupheim bereits überfüllt war.

Eine Onlinepetition betroffener Eltern haben inzwischen mehr als 450 Menschen unterzeichnet, zugleich läuft bis zum 2. Februar noch eine Unterschriftenaktion, die das selbe Ziele hat: eine Verbesserung auf der Südbahnstrecke.

Bürgermeister Glaser sieht Schuld bei Bahn

Für eine Verbesserung der Situation hat sich auch Thomas Dörflinger, CDU-Landtagsabgeordnete und Verkehrspolitischer Sprecher der Fraktion, stark gemacht. Bei einem Gespräch mit David Weltzien, Vorsitzender der Regionalleitung der DB Regio AG in Baden-Württemberg, und Markus Kaupper, Verkehrsvertragsmanager der DB Regio für den Regionalverkehr Alb-Bodensee seien die "aufgetretenen Probleme klar zur Sprache gebracht und deren Ursache wie Lösungsmöglichkeiten erörtert worden", erklärt Dörflinger in einer Mitteilung.

Die DB Regio, so Dörflinger weiter, bedauere es sehr, dass es ihnen nach den Weihnachtsferien nicht immer gelungen sei, die notwendigen Kapazitäten im morgendlichen Schülerzug bereitzustellen. Wie die Bahn erklärt, sei "dieser Engpass kurzfristig aufgetreten" und hätte deshalb "bedauerlicherweise nicht kompensiert werden können".

Dies soll sich in Zukunft ändern: "Die DB Regio hat mir im Gespräch versichert, sie werde sich mit voller Kraft dafür einsetzen, dass es solche Engpässe auf der Strecke nicht mehr geben werde", erklärt Dörflinger. Dafür wolle die Bahn wenn möglich, andere Fahrzeuge einsetzen und gegebenfalls mit zusätzlichen Bussen reagieren. Laut der DB Regio seien die Engpässen entstanden, weil die Fahrzeuge auf der Strecke modernisiert werden mussten. Um das erhöhte Arbeitsaufkommens in der Werkstatt in Ulm zu bewältigen, würden bereits zusätzliche Mitarbeiter eingesetzt und Sonderschichten durchgeführt.

Mit dem Abschluss der Umbaumaßnahmen werde Ende April gerechnet. Bis dahin werde die Bahn verstärkt Fahrzeuge einer anderen Baureihe einsetzen, um die Situation zu stabilisieren, wie Dörflinger erklärt.

Deutliche Kritik am Zustand der Bahnverbindung hat zuletzt auch der Schemmerhofener Bürgermeister Mario Glaser geäußert. In der jüngsten Gemeinderatssitzung sagte er: "Für mich ist klar, wer die Schuld trägt: die Deutsche Bahn." Glaser betonte, es könne "schlicht und ergreifend nicht sein, dass Schüler stehen bleiben", außerdem sei das morgendliche Gedränge am Bahnsteig "auch gefährlich".

Auch die Gemeinde habe sich inzwischen mit einem Schreiben an die DB Regio und das Verkehrsministerium gewandt.

Copyright Schwäbische Zeitung, Ausgabe Laupheim - 31.1.2018

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